Du fragst Dich, warum Du so viel Streu ins Katzenklo füllen solltest? Oder glaubst, die Füllhöhe ist nur ein Verkaufstrick?

Nein, ganz und gar nicht. Warum Du darauf achten solltest, erfährst du hier.

1. Mehr Streu heißt weniger Gestank vom Katzenklo

 

Ist Dir das auch schon einmal passiert? Im Katzenklo sind noch zwei oder drei Zentimeter Streu. Du reinigst es zwei Mal am Tag. Und der Gestank wabert im Fünf-Meter-Umkreis.

Ich dachte immer, dass ich einfach öfter reinigen müsste. Oder dass es das falsche Katzenstreu ist. Oder meine Katzen einfach die größten Strullmaschinen sind. Nun, das sind sie vielleicht. 🙂

Aber der Grund ist die Füllhöhe. Seit ich ganz genau auf die Streumenge im Katzenklo achte, stinkt da auch nichts mehr. Aber woran liegt das?

Der Urin sickert durch das Streu nach unten. Und auf diesem Weg saugt das Katzenstreu die Flüssigkeit auf. Aber: Das dauert einen Moment. Und in dieser Zeit bleibt der Urin nicht stehen, er sickert weiter.

Ist das Katzenstreu nicht hoch genug, erreicht der Urin den Boden bevor er aufgenommen werden kann.

Auf dem Boden verteilt sich die Flüssigkeit. Sie verschmiert mit dem Katzenstreu. Und das Ganze klebt am Boden im Katzenklo fest. Und die Klumpen können nicht fest werden, sie sind zu flach und instabil.

Das Gleiche passiert auch mit Kot, wenn Deine Katze versucht ihn zu vergraben. Er klebt am Boden und verschmiert.

Das schmutzige und verschmierte Streu stinkt. Hier leisten die Bakterien ganze Arbeit und zersetzen alles zu diesem typischen Bahnhofsklo-Gestank.

 

2. Genug zum Scharren? Ein Grund weniger für Unsauberkeit!

 

Katzen lieben Sauberkeit. Und sie lieben es zu scharren. Meine Katzen sehe und höre ich oft, wie sie im Streu graben. Sie haben ihren Spaß dabei!

Und ich auch. Je besser Urin und Kot vergraben sind, um so weniger Luft kommt daran. Und umso weniger riecht es.

Ist die Katze zufrieden mit ihrem Katzenklo, gibt es für sie keinen Grund aus Protest auf den Fußabtreter zu pinkeln oder in die frische Wäsche. Die zu geringe Füllhöhe kann einer der Gründe für Unsauberkeit sein.

Deshalb achte ich darauf, dass meine Fellwesen genug zum Scharren haben. Die Füllhöhe ist für mich das Mindestmaß. Je mehr, je besser.

Es sollte nur nicht bis zum Rand aufgefüllt sein, dann verteilt sich das Streu zu schnell in der Umgebung.

 

3. Nachfüllen ist günstiger als Komplettaustausch

 

Nachfüllen hört sich zunächst nach hohen Kosten an. Aber – und hier gibt es ein sehr großes ABER – es ist günstiger:

Stell‘ Dir einmal ein Katzenklo vor, in das kein Katzenstreu nachgefüllt wird. Du nimmst die Klumpen heraus, entfernst den Kot. Die Füllhöhe sinkt. Je weniger Katzenstreu in der Toilette ist, um so mehr Urin verschmiert am Boden. Die Klumpen werden nicht fest. Kleine verschmutzte Bröcken verteilen sich überall im Katzenklo. Nach kurzer Zeit stinkt es. Und auch das Streu, das eigentlich noch sauber ist, verschmutzt.

Je weniger Katzenstreu Du verwendest, um so öfter musst Du das Katzenklo komplett reinigen und auch komplett neu befüllen. Dabei entsorgst Du auch jede Menge unbenutztes Katzenstreu.

Wenn Du das Katzenklo regelmäßig reinigst und regelmäßig nachfüllst, bleibt das Katzenstreu auch länger frisch. Das Streu saugt den Urin auf, bevor er auf dem Boden im Katzenklo verschmieren kann. Es ist genug Streu im Katzenklo um darin jedes Geschäft zu verscharren. Alles bleibt sauber.

 

Mein Tipp für ein sparsameres Katzenklo:

Fülle regelmäßig das Streu bis auf die Füllhöhe auf, die Du auf der Verpackung findest. Und reinige das Katzenklo mindestens einmal täglich.