Woraus besteht Katzenstreu? Und welche Vor- und Nachteile haben die Streumaterialien? In diesem Artikel findest Du die Antworten.

Katzenstreu ist ein Stück Natur für Wohnungstiger

 

Bestes KatzenstreuKatzenstreu ist loses Material, wie es Wildkatzen und Freigänger gern mögen.

In der freien Natur sucht sich eine Katze einen sicheren Ort mit loser Erde oder Sand. Sie kratzt ein Loch dort hinein, macht ihr Geschäft und verscharrt alles wieder. Das ist überlebenswichtig. Es liegt in ihrer Natur möglichst keinen Geruch zu hinterlassen, den ihre Feinde riechen könnten.

Jede Katze ist ein Wildtier. Sie hat Instinkte wie alle Katzen, egal ob gemütlicher Stubentiger, Luchs oder Löwe.

In der Wohnung oder im Haus fühlt sich eine Katze erst wirklich zuhause, wenn sie ihre Geschäfte auch wie ein Freigänger verrichten darf.

Sie braucht Katzenstreu. Es ist ihr Stück Natur im Katzenleben.

Das Streu nimmt den Urin auf und mit ihm auch den Geruch. Bei jedem kleinen Geschäft entsteht ein Klumpen, der den gesamten Urin enthält und mit einer Schicht sauberen Streu umhüllt ist. Oder der Urin wird komplett aufgesaugt.

Am Katzenkot haften nur wenige Streukörner. Wenn die Katze ihn nicht verscharrt, bleibt der Geruch.

Wie gut das Katzenstreu Gerüchte einschließt, hängt von dem Streumaterial und dessen Verarbeitung ab.

 


Holz, Mais oder Pflanzenfasern

Holz, Mais und Pflanzenfasern – diese Materialien sind natürlich, saugstark und bilden Klumpen. Katzenstreu aus diesem organischen Material ist sehr leicht.

Ein Beispiel: Streu aus Bentonit bringt fast ein Kilo pro Liter auf die Waage – das Maisstreu nur circa 250 Gramm und Silikate etwa 500 Gramm.

Das geringe Eigengewicht macht den Transport einfach. Es hat aber auch einen Nachteil: Manche Katzen verteilen es beim Scharren sehr weit. Und bei langhaarigen Katzen kann es im Fell haften.

GreenCat Naturklumpstreu saugstarke Katzenstreu

Ganz typisch für Streu aus Mais, Holz und anderen Pflanzenfasern: Es erinnert an Popcorn.

Das organische Streumaterial ist gesundheitlich unbedenklich. Es schadet Katzenbabys, Kitten und erwachsenen Katzen nicht. Wenn sie einzelne Körnchen verschlucken, ist das kein Problem. Bei größeren Mengen solltest du lieber ein anderes Katzenstreu nehmen, weil es Verdauungsprobleme verursachen kann.

Den natürlichen Duft nach Mais, Holz oder einfach Pflanzen mögen einige Katzen nicht. Es kann sogar sein, dass sie nicht mehr gern auf das Katzenklo gehen oder unsauber werden. Es ist für sie schwer verständlich, dass sie auf etwas Fressbarem ihr Geschäft verrichten sollen.

Oder sie benutzen das Katzenstreu lieber als Schlafplatz.

Dieses Katzenstreu lässt sich gut entsorgen. Du kannst es in den Restmüll geben, ins WC, Bio-Müll oder in den Kompost. Der Streuklumpen zerfällt im Wasser und kann ganz einfach Klumpen für Klumpen heruntergespült werden. Das ist ein großer Vorteil bei kleineren Haushalten mit ein oder zwei Katzen. Wenn eines der Katzenklos neben dem WC steht, ist die Entsorgung sehr einfach. Hier kannst du auch den Kot schnell loswerden.

Schwieriger wird es in Haushalten mit mehreren Katzen. Hier fällt einfach zu viel verschmutztes Streumaterial an und der Wasserverbrauch steigt unverhältnismäßig. Die Entsorgungsvorschriften solltest Du immer beachten, auch wenn auf der Streuverpackung steht, dass Du es im Kompost, WC oder Bio-Müll entsorgen darfst.

Vorteile organisches Katzenstreu

  • sehr leicht, geringes Gewicht
  • unbedenklich und ungiftig
  • angenehmer, natürlicher Duft
  • biologisch abbaubar
  • staubarm bis staubfrei
  • lässt sich durch sein geringes Eigengewicht gut im Restmüll entsorgen

Nachteile organisches Katzenstreu

  • einige Katzen mögen den natürlichen Duft nicht
  • mittelstarke Geruchsbindung für Kot
  • einige organische Katzenstreus bilden keine ausreichend festen Klumpen

 

Mein Tipp: Organisches Katzenstreu ist eine super Alternative zu Streuen aus Bentonit und Silikaten. Viele Katzen schätzen die Natürlichkeit des Streus und gewöhnen sich schnell daran. Dieses Katzenstreu hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine hohe Ergiebigkeit. Es lässt sich einfacher reinigen, weil jede gefüllte Streuschaufel viel leichter ist als die gleiche Menge Bentonit-Streu. Die empfindlichen Kunststoff-Katzenklos werden geschont, denn organisches Katzenstreu zerkratzt die Oberfläche nicht. Hier geht es zu meinem Test von GreenCat Naturklumpstreu.


Bentonit

Bentonit ist (ganz grob gesagt) ein feinkörniges Mineral, das sehr viel Flüsskeit aufnehmen kann. Es quellt stark auf und bildet Klumpen. Das Bentonit ist Ton beziehungsweise Tonmineral, das im Tagebau abgebaut und für Töpferwaren, Baumaterial oder medizinische Zwecke eingesetzt wird. Dieses Material unterscheidet sich in seiner Saugfähigkeit und den geruchsbindenden Eigenschaften je nach Abbaugebiet.

Biokats Men Klumpstreu mit Aktivkohle und Bentonit

Das beste Streu, das ich bisher getestet habe: Biokats Men aus Bentonit mit Aktivkohle

Das Katzenstreu aus Bentonit ist das schwerste Streu. Es wiegt das Dreifache von organischem Streumaterial. Schon ein Beutel mit zehn Litern Inhalt wiegt etwa zehn Kilo (Im Vergleich: Zehn Liter organisches Katzenstreu wiegt circa 2,5 Kilo und zehn Liter Silikagel bringt etwa fünf Kilo auf die Waage).

Durch das hohe Eigengewicht dieses Streumaterials ist die Reinigung des Katzenklos schwieriger – die Klumpen sind aber in der Regel fester als bei organischem Streu. Sie dürfen nicht im WC entsorgt werden.

Die meisten Katzen lieben Streu aus Bentonit. Es lässt sich wunderbar darin scharren. Freigänger nutzen am liebsten ähnliche Toilettenplätze für ihre Geschäfte. Sie haben den Vorteil, dass sich schnell ein Loch scharren lässt und danach alles fein säuberlich verborgen werden kann – und das so schnell, das feindliche Katzen keine Zeit haben anzugreifen.

Das liegt unseren Katzenwesen im Blut. Auch den reinen Haustigern.

 Vorteile mineralisches Katzenstreu

  • hohe Saugfähigkeit
  • höhere Geruchsbindung für Kot
  • natürlicheres Scharr-Erlebnis für Katzen

Nachteile mineralisches Katzenstreu

  • hohes Gewicht
  • kann nicht über das WC, Biomüll oder Kompost entsorgt werden
  • staubt häufig stark
  • das Scharren kann sehr laut sein
  • zerkratzt Katzenklos aus Kunststoff

 

Mein Tipp: Es ist das katzentypischste Streu und erfüllt alle Katzenwünsche. Das mineralische Material macht es uns Katzenhalter schwerer als ein organisches Katzenstreu. Es ist meist weniger ergiebig als organisches Streu und liegt auch im Preis-Leistungs-Verhältnis zurück. Einige Streusorten aus Bentonit oder Silikaten stinken sehr schnell oder werden schmierig. Die besten Erfahrungen habe ich mit diesem Katzenstreu gemacht: Biokat’s Diamond Care Classic.


Silikat oder Silikagel

Silikat, Silikagel oder Kieselgel bildet keine Klumpen. Es ist extrem saugstark. Dieses Streumaterial wird häufig für Trockenmittel eingesetzt. Beispielsweise in den kleinen Trocknungsbeuteln in Elektronik oder neuen Schuhen.

Das Silikagel wird aus Silikaten, also Mineralien, gewonnen. Die kleinen Kugeln nehmen Flüssigkeiten extrem schnell auf. Der Geruch bleibt in dem Streu eingeschlossen – es gibt nur die Feuchtigkeit an die Raumluft ab.

Tigerino Crystals nicht klumpendes Katzenstreu gegen Geruch

Kleine, milchige Kristalle – so sieht farbloses Katzenstreu aus, das nicht klumpt

Bei diesem Streu müssen keine Klumpen entfernt werden, nur der Kot.

Du solltest das Katzenstreu aus Silikagel jeden Tag gründlich durchrühren. Dabei vermischen sich die vollgesogenen Körner mit dem trockenen Streu. Alles trocknet gleichmäßiger. Das Katzenstreu bleibt länger frisch.

Mit der Zeit nimmt das Streu die Farbe des Urins ans. Die Körner sind zunächst fast durchsichtig, wechseln dann zu milchig bis hellgelb. Der Farbwechsel bedeutet aber nicht, dass es nun auch stinkt. Es ist eher ein optischer Makel. Einige Hersteller bieten komplett eingefärbtes Katzenstreu an, bei dem dieser Farbwechsel nicht so stark auffällt.

Dieses Katzenstreu ist für uns Katzenhalter sehr praktisch. Keine Urinklumpen entfernen. Kein Streu nachfüllen, sondern einfach nach 2-4 Wochen komplett austauschen. Viele Katzen lieben dieses Streu.

Aber es gibt auch ängstlichere Katzen, denen das sehr laute Geräusch beim Betreten des Klos und beim Scharren nicht gefällt.

Hier hilft nur ausprobieren.

Vorteile organisches Katzenstreu

  • Durchrühren statt Klumpen einzeln entsorgen
  • kann meist über den Kompost oder Bio-Müll entsorgt werden
  • Zeitersparnis

Nachteile organisches Katzenstreu

  • nimmt mit der Zeit die Farbe des Urins an
  • das Scharren ist sehr laut
  • kann bei sensibler, menschlicher Haut austrocknend wirken

 

Mein Tipp: Das Katzenstreu aus Silikagel spart Zeit. Es ist leichter als mineralisches Streu und geruchsneutraler als organisches Streu. Unbedingt ausprobieren. Ideal für den ersten Test: Tigerino Crystals.

 

Webseiten Tipps